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CLAP.

RAW DATA OF THE SPECTACULAR

 

Kollektive Feedbackschleife und frühe Meinungsforschung, antikes Mittel psychologischer Kriegsführung, rituelle Ekstase und höfliche Konvention. Ein Rauschen, Donnerschlag, anstachelnder Lärm, unendlicher Spass und finales Urteil: Applaus!

Was normalerweise als Konvention oder Ritual das theatrale Ereignis rahmt, wird hier zum szenischen Mittelpunkt. Aber:

Warum applaudieren wir? Und was bedeutet diese singuläre Geste kollektiver Affirmation? Welche Mechanismen sind am Werk, wenn man gemeinsam JA sagt?

Benötigt die autopoietische Kraft einer Gruppe tatsächlich ein konkretes Objekt der Bewertung oder erzeugt sie dieses selbst im Rausch der Euphorie?

Wäre am Ende also nebensächlich, wem oder was wir applaudieren?

 

2015 installierten OS mit CLAP. den Lärm des Applaudierens in die Stille der Blackbox. Inspiriert von Marcel Duchamp ́s Readymades saßen bis zu 40 Bürger*innen dem Publikum gegenüber und applaudierten in mäandernden Kaskaden über die Dauer einer Aufführung. Eine performative Exertitie, die sich Affirmation und Verwerfung, Autopoesis von Gemeinschaften und den virtuell - synchronisiernden Effekte des Spektakulären widmete. Die Arbeit belegte den 2. Platz des PREMIO Nachwuchspreises für Tanz und Thater 2015, tourte in über 10 europäischen Städten in der Schweiz, Skandinavien und Frankreich und wurde 2016 am Berliner Ballhaus Ost und 2018 im Lichthof des Martin Gropius Bau in der Reihe Immersion der Berliner Festspiele gezeigt.

 

Eine Produktion von Pohl & Wirth Gbr
IN KOPRODUKTION MIT DEN TREIBSTOFF THEATERTAGEN 2015, PACT ZOLLVEREIN ESSEN UND L’OUTIL, IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST, MIT UNTERSTÜTZUNG DURCH PREMIO 2015, MIGROS KULTURPROZENT UND DIE ERNST GÖHNER STIFTUNG, WEITERENTWICKLUNG DES PROJEKTS 2016 IN BERLIN GEFÖRDERT DURCH DEN REGIERENDEN BÜRGERMEISTER VON BERLIN – SENATSKANZLEI – KULTURELLE ANGELEGENHEITEN

PERFORMANCE Victor Lénoble
und ein ortspezifisch ausgewählter Chor interessierter Bürger*innen jeden Alters und Hintergrunds


KONZEPT UND KÜNSTLERISCHE LEITUNG:

 Christoph Wirth 

REGIE: Christoph Wirth / Olivier Veillon

RAUM/LICHT Clementine Pohl/ Olivier Veillon


SOUND Bryan Eubanks /Xavier Lopez